_Magazin

​Aktiv sein, um besser zu schlafen ​

.

Nachrichten „Special”

Knapp 6.000 Wissenschaftler und Praktiker aus Medizin, Physiotherapie und Sportwissenschaft – darunter auch rund 50 deutsche Forscher – trafen sich 2017 in Denver (USA): Beim 64. Jahreskongress des American College of Sports Medicine, der größten sportmedizinischen Gesellschaft der Welt, diskutierten sie neue Erkenntnisse über bewegungsbasierte Prävention, Therapie und sportliche Leistung. Schwerpunkt des diesjährigen Meetings war der Stellenwert der Neurokognition im Kontext der körperlichen Aktivität. Der Sportwissenschaftler Dr. Jan Wilke war vor Ort und berichtet exklusiv für die pt.

Foto: Ollyy / Shutterstock.com

Dr. I-Min Lee (Harvard Medical School Boston, USA) stellte erstmals Daten aus der gerade abgeschlossenen Women’s Health Study mit über 17.000 Teilnehmerinnen vor. Interessanterweise kann das richtige Aktivitätsverhalten helfen, nachts eine optimale Schlafdauer zu erreichen. Die von der US-amerikanischen National Sleep Foundation empfohlenen sieben bis neun Stunden Nachtruhe werden nach Angaben der Wissenschaftlerin signifikant häufiger erreicht, wenn der Tag zuvor durch mindestens 20 Minuten moderate bis intensive körperliche Aktivität geprägt war. Frauen, die sich nur sehr wenig oder mit sehr geringer Intensität bewegten, schliefen hingegen öfter zu lang oder zu kurz.

​Quelle: ​Fulton J, et al. 2017. Symposium „Device-Based Assessments of Physical Activity in Epidemiologic Cohort Studies: Early Findings”. 64th Annual Meeting des American College of Sports Medicine

Dr. Jan Wilke

Heft 9-2017


Autor

Teilen & Feedback