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​Demenz: Leitlinien der WHO veröffentlicht ​

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Grafik: Marie Maerz / shutterstock.com

[js] Circa 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind demenzkrank – in den nächsten Jahren soll diese Zahl deutlich steigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun erstmals Leitlinien zur Vorbeugung von Demenz vorgestellt.

Wer sich mehr bewegt und mit dem Rauchen aufhört, kann damit auch einer Demenzerkrankung vorbeugen. Die WHO hat auch auf Zusammenhänge zwischen Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Demenz hingewiesen. Den Akteuren im Gesundheitswesen rät sie, in diesen Bereichen gegenzusteuern.

Aktuell leben weltweit laut WHO rund 50 Millionen Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Demenzerkrankung. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, schätzt, dass sich diese Zahl in den kommenden 30 Jahren voraussichtlich verdreifachen wird.

„Ein körperlich aktiver Lebensstil ist verbunden mit der Gesundheit des Gehirns“, heißt es auch in den neuen Leitlinien. Große Studien hätten gezeigt, dass körperlich aktive Menschen seltener Krankheiten wie Demenz und Alzheimer bekommen. „Physische Aktivität scheint einen vorteilhaften Einfluss auf die Struktur des Gehirns zu haben.“ Außerdem sei ausreichend Bewegung auch gut gegen Bluthochdruck – und der sei ebenfalls ein Risikofaktor für eine Demenzerkrankung.

Quelle: 1. World Health Organisation. 2019. Risk reduction of cognitive decline and dementia. WHO Guidelines. www.who.int/mental_health/neurology/dementia/Dementia_Guidelines_Evidence_ Profiles.pdf; Zugriff am 23.5.2019

Heft 07-2019


Autor

Jörg Stanko

Physiotherapeut seit 1992; bis 2013 in verschiedenen Praxen und Krankenhäusern tätig; Schriftsteller; schreibt Romane, Kinder­bücher und Ruhrgebietskrimis; Referent für kreatives Schreiben; Vater eines Sohnes; freier pt-Autor und pt-Redakteur

stanko@pflaum.de

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