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Nachrichten-Special: Aktivität und Blutdruck

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Im Oktober 2018 fand im kanadischen Montréal der 11. World Stroke Congress statt. Dort trafen sich einige der „Superstars“ der Wissenschaft, um in einen kreativen Austausch zu treten und die aktuellsten wissenschaftlichen Arbeiten vorzustellen. Die Physiotherapeutin Katrin Rösner hatte dort die Möglichkeit, ein Poster vorzustellen und interessante Themen für Sie festzuhalten.

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Foto: AppleZoomZoom / shutterstock.com

Die Dosis-Wirkungs-Beziehung stellt in der Rehabilitationsforschung eine Herausforderung dar. Ein Zuviel an Therapie kann einen möglichen Rückschritt des Patienten bedeuten. In einer randomisierten Studie wurde deshalb der Effekt von frequentierter, kurzer, niedrigschwelliger Aktivität in Bezug auf den Blutdruck bei Schlaganfall-Patienten untersucht.

Eine Gruppe von Patienten saß acht Stunden, die zweite führte alle 30 Minuten leichte Aktivitäten im Stand durch und die dritte Gruppe lief alle 30 Minuten für insgesamt drei Minuten. Dabei konnten die Forscher herausfinden, dass Stehen den systolischen Blutdruck über den Tag hinweg um circa 3,5 mmHg im Vergleich zum Sitzen reduzierte. Für Patienten, die keine Blutdruckmedikamente nahmen, ergab sich in der Gang-Gruppe eine Reduktion des systolischen Blutdrucks (1).

Es wird weiter getestet, ob die Effekte über einen Zeitraum von 48 Stunden anhalten.

Literatur

1. English C, et al. 2018. Frequent, short bouts of light-intensity exercises while standing decreases systolic blood pressure: Breaking Up Sitting Time after Stroke (BUST-Stroke) trial. Int. J. Stroke 13, 9:932–40

 

Heft 02-2019


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