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SHV verabschiedet Positionspapier zur Blankoverordnung

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Köln, 5. Juli 2017. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) hat konkrete Eckpunkte für die Umsetzung der vom Gesetzgeber vorgesehenen Modellvorhaben zur Blankoverordnung formuliert.

In den Mitgliedsverbänden des SHV sind mehr als 70.000 Therapeuten organisiert. Aktuell bilden drei physiotherapeutische Verbände (IFK, VPT und ZVK) und ein ergotherapeutischer Verband (DVE) den SHV.

„Das Ziel einer deutlichen Verbesserung der Patientenversorgung kann nur dann erreicht werden, wenn die Versorgungsverantwortung der Therapeuten gestärkt wird. Dafür müssen die therapeutischen Rahmenbedingungen stimmen“, so der Verband.

Foto: wavebreakmedia / shutterstock.com

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Flächendeckende Modellvorhaben vorgesehen

Berufsverbände und Krankenkassen stehen mit der flächendeckenden Einführung von Modellvorhaben zur Blankoverordnung vor einer gewaltigen organisatorischen und inhaltlichen Aufgabe: In jedem Bundesland sollen Modellvorhaben umgesetzt werden, bei denen die Therapeuten die Verantwortung für Auswahl (Art der Therapie), Dauer (Gesamtbehandlungsmenge) und Frequenz (je Woche) der Heilmitteltherapie selbst tragen.

„Die SHV-Mitgliedsverbände […] nehmen den gesetzlichen Auftrag zur Erprobung der Blankoverordnung ohne Vorbehalt an, verknüpfen damit aber klare Qualitätsanforderungen an die konkrete Ausgestaltung, damit das Projekt im allseitigen Interesse ein Erfolg wird“, so der Verband in der Erklärung.

„Ergo- und Physiotherapeuten übernehmen gerne mehr Verantwortung, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und ein Mehrwert in der Patientenversorgung entsteht!“, erklärt Ute Repschläger, Vorsitzende des SHV. „Wir als Spitzenverband haben deshalb in einem gemeinsamen Positionspapier zur Blankoverordnung wichtige Versorgungsparameter formuliert, auf die sich die Modellvorhaben erstrecken müssen.“

SHV fordert Leistungsposition „Therapeutische Diagnostik“

So hält es der SHV für unverzichtbar, in den Modellvorhaben eine neue Leistungsposition „Therapeutische Diagnostik“ zu erproben, um so die Indikation auf der Basis einer ergo- beziehungsweise physiotherapeutischen Diagnostik abzusichern.

„Eine hohe wissenschaftliche Qualität ist unverzichtbar, um sowohl die interne als auch die externe Validität zu gewährleisten“, so Repschläger. Der SHV fordert deshalb randomisierte Studien mit Kontrollgruppe, die gezielt Diagnosen sowie ausgewählte primäre und sekundäre Endpunkte untersuchen. Dabei sind aus Sicht des SHV unterschiedliche Settings (Orte der Behandlung) sowie die bestehende Evidenz zu berücksichtigen.

 

pt-online 6.7.2017

Autor

Jörg Stanko

Physiotherapeut seit 1992; bis 2013 in verschiedenen Praxen und Krankenhäusern tätig; Schriftsteller; schreibt Romane, Kinder­bücher und Ruhrgebietskrimis; Referent für Kreatives Schreiben; Vater eines Sohnes; freier pt-Autor und pt-Redakteur

stanko@pflaum.de

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