_Evidenzbasierte Therapie

Welche Trainingsform eignet sich für Patienten mit Herzinsuffizienz?

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Foto: tongcom photographer / shutterstock.com

Ein Forscherteam aus Brasilien und Norwegen untersuchte, ob ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) oder kontinuierliches Ausdauertraining mit moderater Intensität effektiver ist, um Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Autoren recherchierten dazu bis Oktober 2017 in folgenden Datenbanken: PubMed / MEDLINE, Cochrane Central Register of Controlled Trials, PEDro und SciELO. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien, die Patienten mit Herzinsuffizienz und verminderter Auswurfleistung mit den beiden Trainingsformen therapiert hatten. Die systematische Literaturanalyse erfolgte unter Anwendung der PRISMA-Empfehlung, die Effektstärke wurde mit den GRADE-Kriterien beurteilt. Analysiert wurden 13 Studien mit insgesamt 411 Frauen und Männern im Alter von 47 bis 75 Jahren. Sie hatten je nach Studie zwei- bis sechsmal in der Woche für 15 bis 60 Minuten ein Walking-, Fahrradergometer- oder Laufbandtraining absolviert (drei bis zwölf Wochen). Durch das intensive Intervalltraining verbesserte sich die maximale Sauerstoffaufnahme (Peak VO2), jedoch weder das Atemäquivalent für Kohlendioxid (VE / VCO2) noch die Lebensqualität (Minnesota Living with Heart Failure Questionnaire). Die Analyse der Subgruppen ergab nur geringe, nicht signifikante Unterschiede zugunsten der HIIT-Gruppen bezüglich der maximalen Sauerstoffaufnahme unter Belastung. Die Qualität der Evidenz war sehr gering (Peak VO2) bis moderat (Lebensqualität, VE / VCO2). Die Autoren schlussfolgern, dass Herzinsuffizienz-Patienten mit verminderter Auswurfleistung etwas mehr vom hochintensiven Intervalltraining profitieren.

 

Quelle: Gomes Neto M, et al. 2018. High intensity interval training versus moderate intensity continuous training on exercise capacity and quality of life in patients with heart failure with reduced ejection fraction: a systematic review and meta-analysis. Int. J. Cardiol. 15, 261:134–41

Link zum Abstract: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29572084

 

Heft 06-2018


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pt_Redaktion

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