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Wer arm ist, stirbt früher

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[js] Vor Vollendung des 65. Lebensjahres sterben 13 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer aus der niedrigsten Einkommensgruppe; in der höchsten Einkommensgruppe sind es acht Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer. Das sind einige Ergebnisse aus Analysen des Robert Koch-Instituts (RKI), die im „Journal of Health Monitoring“ veröffentlicht worden sind.

Foto: Monstar Studio / shutterstock.com

„Soziale Ungleichheit hat wegen der massiven Auswirkungen auf Gesundheit und Lebenserwartung aus Sicht von Public Health eine zentrale Bedeutung“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. Die Daten für die Analyse von Mortalität und Lebenserwartung stammen vom Sozioökonomischen Panel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und aus Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes. Die Forscher betrachteten neben der sogenannten „ferneren Lebenserwartung“, bei der die zu erwartenden Lebensjahre ab einem bestimmten Alter berechnet werden, auch die mittlere Lebenserwartung bei Geburt und setzten sie in Bezug zum Einkommen.

Das Ergebnis der bis 2016 vorliegenden Daten: Bei der Lebenserwartung ab Geburt beträgt die Differenz zwischen der niedrigsten und der höchsten Einkommensgruppe für Frauen 4,4 Jahre und für Männer 8,6 Jahre.

Quelle:

1. Robert Koch-Institut. 2019. Soziale Unterschiede in Deutschland: Mortalität und Lebenserwartung. J. Health Monitor. 4, 1:1–60

Heft 5-2019


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