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Zehnjähriges Jubiläum der Physiotherapiestudiengänge an der Hochschule für Gesundheit Gera

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Am 20. Juni 2017 feierte die SRH Hochschule für Gesundheit in Gera mit einer Festveranstaltung ihr zehnjähriges Jubiläum. Zahlreiche Gäste waren zu einem Festakt geladen, der musikalisch durch Constanze Schmid, eine Absolventin der Hochschule, umrahmt wurde.

Am 20. Juni 2017 feierte die SRH Hochschule für Gesundheit in Gera mit einer ihr zehnjähriges Jubiläum.

Am 20. Juni 2017 feierte die SRH Hochschule für Gesundheit in Gera ihr zehnjähriges Jubiläum.

Erfolgreich und ereignisreich

Zu Beginn richtete der Präsident und Geschäftsführer der SRH Hochschule für Gesundheit, Prof. Dr. Johannes Schaller, ein Grußwort an die Gäste, Studenten und Mitarbeiter. Er beschrieb, dass die Hochschule bereits auf eine ereignis- und erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Sie wurde vor zehn Jahren mit etwa 40 Studenten und vier Professoren gegründet – mittlerweile sind es mehr als 1.000 Studenten, über 28 Professoren und ebenso viele Mitarbeiter.

Dabei unterhält die Hochschule auch mehrere Außenstandorte, zum Beispiel in Karlsruhe, Stuttgart, Leverkusen und Bonn. Mit „forschungsstark, praxisnah und vielseitig“ nannte Prof. Schaller einige der Stärken, welche die Hochschule in den letzten zehn Jahren entwickelt hat.

Förderung der Akademisierung der Therapieberufe

Darüber hinaus steht die Hochschule für eine unmissverständliche Förderung der Akademisierung der therapeutischen Fachberufe, wie beispielsweise der Physiotherapie.

Eine deutschlandweite Besonderheit ist die Möglichkeit, Physiotherapie in drei verschiedenen Modellen zu studieren:

  1. ausbildungsintegriert (vom ersten Tag der Ausbildung an parallel),
  2. ausbildungsbegleitend (ab dem zweiten Lehrjahr während der Ausbildung, nach Ausbildungsende berufsbegleitend) und
  3. berufsbegleitend (nach bereits abgeschlossener Ausbildung neben dem Beruf im Teilzeitmodell).

Außerdem hat sich die Hochschule in den vergangenen Jahren mit neuen, selbst entwickelten Studienangeboten einen Namen gemacht. Ein Beispiel dafür ist der Masterstudiengang Neurorehabilitation, der sich spezifisch auf die neurologische Rehabilitation konzentriert, praxisnah verzahnt ist und auf ein gemeinsames, interdisziplinäres Studium von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und anderen Fachberufen ausgerichtet ist.

Abb. 2 Prominenter Besuch. Die Oberbürgermeisterin von Gera, Viola Hahn (parteilos)

Abb. 2 Prominenter Besuch. Die Oberbürgermeisterin von Gera, Viola Hahn (parteilos)

Achtungserfolge

Auch in Sachen Forschung hat die Hochschule in den letzten zehn Jahren so manchen Achtungserfolg auf die Beine gestellt. Einige Bachelor- und Masterabsolventen haben nationale Auszeichnungen erhalten, etwa den IFK- Wissenschaftspreis; andere haben mittlerweile sogar ihre Promotion direkt im Anschluss an das Studium erfolgreich abgeschlossen.

In nur einem Jahrzehnt konnte somit die gesamte Akademisierungsbandbreite für Physiotherapeuten erfolgreich etabliert und angeboten werden.

Abb 3 Prof. Dr. Johannes Schaller, ein gut gelaunter Präsident der Hochschule.

Abb 3 Prof. Dr. Johannes Schaller, ein gut gelaunter Präsident der Hochschule.

International gut vernetzt

Die fachliche und wissenschaftliche Anerkennung des Physiotherapiestudiums ist nicht nur durch die fachliche, sondern ebenso durch die institutionelle Akkreditierung gegeben. Darüber hinaus ist die Hochschule auch international sehr gut vernetzt, beteiligt sich weltweit an vielen verschiedenen Projekten und tauscht sich regelmäßig mit anderen Universitäten aus.

Die Hochschule fördert zudem die Forschung in der Physiotherapie und ist in diesem Wissenschaftsbereich in Deutschland mitbestimmend beziehungsweise führend (zum Beispiel gemessen an der Zahl internationaler Peer-Review-Publikationen).

Der Festakt

Robert Leschowski moderierte mit Absolventen der Hochschule den „Blick zurück“. Dabei wurde deutlich, wie stark das Studium den persönlichen Weg der Studenten verändert hat: Mittlerweile sind einige Absolventen des Physiotherapiestudiums erfolgreich in den Beruf zurückgekehrt, haben neue Praxisfelder erschlossen, sind wissenschaftliche Mitarbeiter oder in anderen Masterstudiengängen eingeschrieben.

Prof. Klaus Hekking, Vorstandsmitglied im Verband der Privaten Hochschulen e. V., machte die positive Entwicklung weiter deutlich, überraschte aber auch mit einem scharfzüngig-ironischen Leitspruch der Oxford University, der letztlich jedoch nicht ganz ernst gemeint war: „The more we study, the more we know. The more we know, the more we forget. The more we forget, the less we know. So, why study?“

Prof. Dr. Christof Hettich, Vorstandsvorsitzender der SRH Holding, Prof. Dr. Volker Maihack, SRH Hochschule für Gesundheit, Campus Karlsruhe, und Prof. Dr. Franz Hessel, Professor für Healthcare Management an der SRH Hochschule Berlin, unternahmen einen Blick nach vorn und präsentierten ihre persönliche Einschätzung zur „Gesundheit im Wandel der Zeit“. Hier zeigte sich unter anderem, wie große Datenmengen die Zukunft des Gesundheitswesens bestimmen könnten.

Der Festakt endete mit der Eröffnung einer Ausstellung zum Thema „Gesundheit mal anders. 100 Gründe, nichts zu tun“ durch Prof. Dr. Thomas Fankhänel, Studiengangsleiter Gesundheitspsychologie.

Alle Fotos: SRH Hochschule für Gesundheit

 

pt-online 6.7.2017

Autor

Prof. Dr. rer. medic. habil. Jan Mehrholz

Leitung Wissenschaftliches Institut der Klinik Bavaria in Kreischa; Professor für Physiotherapie und Studiengangsleiter im Masterstudiengang Neurorehabilitation an der SRH Hochschule für Gesundheit Gera

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