[tb] Die Diskussion um die Frage „hands-on“ oder „hands-off“ dauert an. Ein Schwarz-Weiß-Denken ist hier allerdings sicher nicht angebracht. Zu den pt HOLIdays in Leipzig referierte bereits Dr. Claus Beyerlein zum Thema, in Bochum widmete sich Prof. Dr. Christian Groll dieser Frage. Zur therapie Hamburg werden wir Dr. Claus Beyerlein auch wieder im Referententeam begrüßen. Wer sich noch über das Programm informieren möchte findet alle Infos hier.

​Manuelle Therapie im Fokus

Manuelle Therapie war für Jahrzehnte ein großer und wichtiger Teil innerhalb der Physiotherapie. Dennoch macht sich in den letzten Jahren eine spürbare Verlagerung weg von Manueller Therapie hin zur Befundung und Behandlung im psychosozialen Rahmen bemerkbar. Wer 2016 zu Gast beim alle vier Jahre stattfindenden IFOMPT-Kongress für Manuelle Therapie in Glasgow war, konnte den Eindruck gewinnen, Teilnehmer einer Schmerzkonferenz zu sein – so „unspezifisch“ waren die Themen für Manuelle Therapie. Die vehement geführte Diskussion besonders in den sozialen Medien zu Hands-on beziehungsweise Hands-off in der Therapie macht das darüber hinaus deutlich. Ziel des Vortrages ist es, anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse darzustellen, was Manuelle Therapie kann, was Manuelle Therapie nicht kann und dass man als Therapeut mit Manueller Therapie dennoch erfolgreich sein kann, selbst wenn es dafür keine Evidenz gibt. Es geht um einen Paradigmenwechsel in der Manuellen Therapie, dem sich jeder Therapeut stellen muss.

Dr. Claus Beyerlein referierte zum Thema bei den pt HOLIdays zur therapie Leipzig vom 7. bis 9. März 2019. Schaut rein …

​​Personenzentrierte Ansätze

Bei personenzentrierten Ansätzen steht ähnlich wie bei patientenzentrierten Ansätzen der Mensch im Mittelpunkt der Versorgung, jedoch explizit nicht (nur) in seiner Rolle als Patient, sondern in seiner Ganzheit, mit seinen verschiedenen Facetten, Rollenanforderungen und Interessen. Interventionen sollten an die Bedürfnisse, Lebenswelten und Erfahrungen der jeweiligen Person angepasst werden, mit dem Ziel der Verbesserung der Gesundheit anstatt der Behandlung einer Krankheit. ​Wir sollten uns dringend von der Vorstellung lösen, „am Patienten“ zu arbeiten, und stattdessen „mit Patienten“ gemeinsam deren Gesundheit und Teilhabe verbessern.

Prof. Dr. Christina Groll referierte zum Thema bei den pt HOLIdays zur therapie on tour in Bochum am 6. und 7. September. Schaut rein…