[js] Seit 2018 prüft die IKK classic bereits abgerechnete und damit auch vergütete Verordnungen der letzten vier Jahre erneut auf deren Fehlerhaftigkeit. Werden im Nachhinein Ausstellungsfehler festgestellt, fordert die Kasse die entsprechenden Beträge zurück. „Teilweise handelt es sich dabei um Forderungen von mehreren tausend Euro pro Praxis“, so der Landesverband Baden-Württemberg von Physio-Deutschland in einer Erklärung vom 30. Oktober. Betroffen sind derzeit vor allem Physiotherapeuten aus Baden-Württemberg, aber auch in Bayern und Hessen berichten einzelne Praxen über nachträgliche Absetzungen. Ein Artikel in der Badischen Zeitung hatte am vergangenen Freitag einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

„Fordern unsere Mitglieder dazu auf, mit ihren Geschichten an die Presse zu gehen“

Hannah Krappmann von Physio-Deutschland, Vorstand aus Baden-Württemberg, kann die Reaktion der User verstehen. „Seit fast einem Jahr arbeiten wir uns an der IKK classic mit Lösungsvorschlägen ab. Leider ist im Moment durch sachliches Argumentieren kein Einvernehmen zu erzielen“ so Krappmann. „Deshalb sind wir jetzt den Schritt gegangen, den Vertragsausschuss einzuberufen und fordern unsere Mitglieder dazu auf, mit ihren Geschichten an die Presse zu gehen.“

Hilfe?

Doch wie sollten sich betroffene Praxisinhaber nun verhalten? „Auf jeden Fall uns informieren“, sagt Hannah Krappmann. „Denn jeder gemeldete Fall kann die Voraussetzungen verändern und den Weg für eine gemeinsame Klage ebnen. Derzeit beraten wir vor allem. Aber wir prüfen jeden Fall einzeln und bemühen uns, für klagewillige Praxen ohne Rechtsschutzversicherung individuelle Lösungen zu finden!“

Weitere Informationen über den Fall hat der Landesverband Baden-Württemberg von Physio-Deutschland auf einer eigenen News-Seite zusammengestellt, die laufend ergänzt wird. Betroffene können sich an die Mailadresse socialmedia(at)physio-deutschland.de wenden.

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel Absetzungswelle der IKK classic. Was tun? auf der Website der pt_Erfolg.