[js] Am 3. November haben mehr als 50.000 Läufer beim New York City Marathon die fünf Bezirke der Stadt durchquert. Dabei waren zwei belgische Läufer, der Neurologe und Koma-Experte Steven Laureys (50) von der Universität Lüttich, und sein Sohn Hugo (18 Jahre). Beide bewältigten eine Strecke von 42,2 Kilometer mit EEG-Elektroden am Kopf, um ihre Gehirnaktivitäten während des Laufes in Echtzeit zu messen. Eine Weltpremiere.

Mit dieser Höchstleistung möchte Professor Dr. Laureys, Direktor des Belgischen Wissenschaftsfonds, die breite Öffentlichkeit auf die Bedeutung körperlicher Aktivität für ein gesundes Gehirn und eine geistige Leistungsfähigkeit aufmerksam machen.

 Durch körperliche Aktivitäten Stress und Ängste reduzieren

„Jüngste wissenschaftliche Studien zeigen, dass Sport und körperliche Aktivitäten gut für unser körperliches Wohlbefinden sind, und unsere kognitiven Funktionen verbessern, Stress und Ängste reduzieren und möglicherweise den Prozess des geistigen Alterns verlangsamen“, so Steven Laureys.

Die Herausforderung bestand darin, ein Brain-Computer-Interface an einer Person anzubringen, die sich bewegt und schwitzt (bis zu sechs Liter während des Marathons). Die geistige Aktivität der beiden Läufer konnte live über das Internet begutachtet werden.

 

Quelle: g.tec. 2019. Laufen für’s Gehirn: Messung von Gehirnfunktionen während des New Yorker Marathons. Pressemitteilung vom 1.11.2019