[mk] In Europa leiden 1,2 Millionen Menschen unter dem Parkinson-Syndrom, in Deutschland gehört es zu der am häufigsten auftretenden neurologischen Erkrankung. Trotz bestmöglicher medikamentöser Behandlung leiden viele Betroffene infolge der Krankheit sekundär unter Lungenfunktionsstörungen. Um Lungenfunktionsstörungen zu behandeln, werden atemtherapeutische Interventionen im Rahmen der Physiotherapie bereits mit Erfolg eingesetzt. Es stand daher die Frage im Raum, ob diese Erfolge auch bei Menschen mit Parkinson-Syndrom erzielt werden können.

Pilotstudie: Ist reflektorische Atemtherapie eine Option?

Ziel der veröffentlichten einarmigen klinischen Pilotstudie im Vorher- / Nachher-Design war es, die Anwendbarkeit der reflektorischen Atemtherapie (RAT) erstmalig an Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) zu testen. Es wurde untersucht, ob die RAT bei PatientInnen mit IPS als Behandlungsmethode angewendet werden kann und welche Wirkungen Betroffene erwarten dürfen.

Gesteigerte Lebensqualität

Insgesamt wurde die RAT an neun Patienten (vier Frauen, fünf Männer) durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich die krankheitsbezogene Lebensqualität bei fünf Patienten verbesserte und sieben Patienten eine größere Distanz im 6-Minuten-Gehtest zurücklegten. In der Klinik kann die RAT daher die Behandlung von Personen mit idiopathischem Parkinson-Syndrom ergänzen.

Quelle: SRH Hochschule für Gesundheit. 2019. ParkinsonpatientInnen das Atmen erleichtern; Zugriff am 20.12.2019 unter https://www.gesundheitshochschule.de/de/news-detail/news/parkinsonpatientinnen-das-atmen-erleichtern/