[jr] Französische Forscher konnten in einer Studie deutlich den statistischen Zusammenhang zwischen der Ab­holzung von Wäldern und den Ausbrüchen von Infektionskrankheiten zeigen, die von Tieren übertragen werden. Die Wissenschaftler schauten sich die weltweite Entwicklung in den Jahren 1990 bis 2016 an. Auch bei Palmölplantagen sei ein ähnlicher Effekt zu beobachten gewesen. Je größer deren Fläche wurde, desto häufiger traten Infek­tionskrankheiten auf. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass auch die monokulturelle Aufforstung zu mehreren Fällen solcher Erkrankungen führt. Die Veränderungen der Landnutzung scheint zu einem Verlust biologischer Artenvielfalt zu führen. Die vereinfachten Lebensräume begünstigen anscheinend die Ansammlung von Erregern und Krankheitsüberträgern. Für ihre Analysen nutzen die Wissenschaftler Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Weltbank und einer Datenbank für Infektionskrankheiten. Das Auftreten der Krankheiten in einem Land setzten die Wissenschaftler zur Waldbedeckung des Landes, zur Fläche seiner Palmölplantagen und zu demografischen Daten in Beziehung. Dabei fanden sie den starken Zusammenhang zwischen Entwaldung und Epidemien.