Ambitionierte Laufsportler können mit der Zeit Schmerzen im Bereich der Achillessehne bekommen. Das schränkt die Leistungsfähigkeit der Athleten enorm ein und wirkt sich auch negativ auf die Lebensqualität aus. Nach objektiven Assessments und Zielsetzung sollte ein progressives Training auf dem Plan stehen.

Sowohl für Profi-, als auch für Freizeitläufer können Beschwerden mit der Achillessehne zu ernsten Problemen führen. Diese reichen von langen Arbeitsunfähigkeiten (1) bis zum Ende der sportlichen Karriere (2). Nach der Konsultierung des zuständigen Arztes startet deshalb in der Regel eine physiotherapeutische Behandlung (3). Die Schädigung der Achillessehne gilt als ein schwer zu behandelndes Problem (2), was Sportler und Therapeuten häufig vor eine langwierige und belastende Herausforderung stellt (3). Schwierigkeiten entstehen zum einen durch wiederkehrende Symptomintervalle nach vorübergehend symptomfreien Phasen (4). Und zum anderen dadurch, dass durch eine Bagatellisierung der Beschwerden sowie durch eine inadäquate Diagnostik und Therapie die akuten Beschwerden der Betroffenen einen chronischen Verlauf nehmen. Aus diesem Grund kommt es bei vielen Patienten zur Therapieresistenz. Ein Problem ist hierbei, dass in der physiotherapeutischen Behandlung noch immer zahlreiche Maßnahmen angewendet werden, für die keine wissenschaftlich gesicherten Wirksamkeitsnachweise vorliegen (3). Aus diesem Grund entstand im Rahmen meiner Bachelorarbeit eine konzeptionelle Überlegung für ein spezifisches Training zur Vermeidung einer Chronifizierung von Achillessehnenbeschwerden im Laufsport. Mein Ziel ist es, behandelnden Physiotherapeuten evidenzbasierte Empfehlungen für die Gestaltung eines Trainingsplans für Laufsportler mit einer Achillessehnenproblematik zu geben, damit es gar nicht erst zu einer Chronifizierung kommt (Abb. 1).