Orthopädie

Im Rahmen der Behandlung von Achillessehnenrupturen gewinnt die nicht operative funktionelle Versorgung an Bedeutung. Forscher prüften daher die Effektivität einer funktionellen Rehabilitation mit Gehschuh im Vergleich zur herkömmlichen Immobilisation in einem Gips. 140 Patienten nahmen an der Studie teil und erhielten eine der beiden Versorgungsprogramme. Der Gips musste zehn Wochen getragen werden, acht Wochen wurden die Patienten ohne Gewichtsbelastung mobilisiert (n = 71). Der Gehschuh erlaubte sofortige Gewichtsbelastung und wurde für acht Wochen verordnet (n = 69). Patienten, die sich erst zwei Wochen nach der Verletzung oder später beim Arzt vorstellten, eine Reruptur aufwiesen oder eine Latexallergie hatten, durften nicht an der Studie teilnehmen. Primäre Zielgröße war die Funktionsfähigkeit nach sechs Monaten. Dazu nutzten die Forscher das Short Musculoskeletal Function Assessment. Außerdem kamen der Achilles Tendon Total Rupture Score und der Foot and Ankle Questionnaire zum Einsatz. Die Auswertung zeigt, dass die funktionelle Rehabilitation mit früher Gewichtsbelastung eine sichere und effektive Alternative zur Gipsversorgung ist. Die funktionellen Ergebnisse sind außerdem besser, zu berücksichtigen ist jedoch eine höhere Inzidenz von geringfügigen Komplikationen im Bereich der Haut.

Quelle: Maempel JF, et al. 2020. A randomized controlled trial comparing traditional plaster cast rehabilitation with functional walking boot rehabilitation for acute achilles tendon ruptures. Am. J. Sports Med. 48, 11: 2755-4

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi32816521