Spanische Wissenschaftler führten einen systematischen Review der Literatur bis Oktober 2017 durch und inkludierten neun kontrollierte Studien, in denen korrigierende Übungen mit einer Kontrollintervention oder Placebo verglichen wurden. Die Ergebnisparameter waren unter anderem der Cobb-Winkel, Symptome und die körperliche Leistungsfähigkeit. Die Studienqualität wurde mit der PEDro-Skala bewertet, sieben der neun Studien hatten eine hohe Qualität (Score von sechs oder höher). Vier Studien bezeichneten die Übungsintervention als Schroth-Übungen, die übrigen fünf verwendeten andere Bezeichnungen für die Selbstkorrekturübungen und spinale Stabilisationen. Der Übungszeitraum variierte von acht Wochen bis zu einem Jahr. Die Autoren berichten, dass stabilisierende, korrigierende Übungsinterventionen effektiv Symptome und Asymmetrien reduzierten sowie Funktion und Leistungsfähigkeit erhöhten. Die genauen Übungsparameter sollten künftige Studien erforschen.