In dieser Kohortenstudie wurden die Daten von 1.843 Patienten im Alter von mindestens 14 Jahren ausgewertet, die ein mittleres, schweres oder kompliziertes Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatten. Die Nachuntersuchungen fanden drei und neun Monate nach Entlassung aus der stationären Reha statt. Potenzielle Störfaktoren (Confounder) konnten die Forscher jedoch nicht ausschließen, daher sind die folgenden Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren.

Wurden in der Reha prozentual gesehen mehr komplexe Therapieinhalte geübt – wie zum Beispiel Gehen auf unebenem Untergrund –, stand dies im Zusammenhang mit einer besseren Autonomie und Teilhabe in der Gesellschaft nach der Reha. Auch war die Lebensqualität höher und das Risiko für eine Depression im Jahr nach Entlassung aus der stationären Versorgung geringer. Patienten, die zu Therapiebeginn stärker betroffen waren, profitierten mehr von der Behandlung als weniger eingeschränkte Personen.