Immer wieder zieht es junge Kolleginnen und Kollegen ins Ausland. Wir freuen uns über ihre Berichte, weil sie meist unverfälscht die Situation vor Ort wiedergeben, den Blick über den Tellerrand fördern und uns als Fachzeitschrift die Möglichkeit geben, in unserem Rahmen die Welt ein bisschen mitzugestalten. Dieses Mal geht es nach Peru – wir sind schon ganz gespannt!

Die Träume eines jungen Menschen führen ihn oft weit weg von zu Hause – so auch in meinem Fall. Nachdem ich geradlinig von der Schule über mein Studium zur Physiotherapeutin ins Arbeitsleben gelangt bin, verlasse ich nun die sicheren Pfade und begebe mich auf ein kleines Abenteuer! Ich werde mich gemeinsam mit 30 Gleichgesinnten ins Flugzeug setzen und 18 Stunden später in Lima, Peru, wieder aussteigen.

Peru – mehr als Wolle und Machu Picchu

Im Gespräch über meine Pläne, nach Peru zu gehen, fallen meist nach kurzer Zeit die Begriffe „Machu Picchu“, „Alpakawolle“ und „Ceviche“. Doch hinter dieser Fassade eines schönen Urlaubsziels verbirgt sich ein gespaltenes Land, das unter enormen sozialen Ungleichheiten und der profitorientierten Ausbeutung seiner Umwelt leidet. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert seit acht Jahren in seinem Programm „weltwärts“ den Freiwilligeneinsatz von jungen Menschen in Entwicklungsländern wie Peru (1). Wenn wir in Lima gelandet sind, werden wir an die Küste, in die Anden oder in den Regenwald weiterreisen, um dort für ein Jahr unseren Freiwilligendienst in ökologischen und sozialen Projekten zu leisten.