Nachrichten & Menschen
pt Januar 2023

Alzheimer interprofessionell vorbeugen und behandeln

Lesezeit: ca. 1 Minute
lightspring / shutterstock.com

[jr] „Die Alzheimer-Erkrankung ist eine der häufigsten demenziellen Erkrankungen in der westlichen Bevölkerung. Die Inzidenz dieser Krankheit steigt mit dem Alter an. Aufgrund des demografischen Wandels ist deshalb in naher Zukunft mit einer starken Zunahme der sozioökonomischen Probleme zu rechnen, die durch diese Erkrankung verursacht werden“, erläutert Prof. Dr. habil. Marcus Grimm, Studiengangsleiter im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland in Leverkusen der SRH Hochschule für Gesundheit. Die multifaktorielle Erkrankung verursacht auf molekularer Ebene durch unterschiedliche Mechanismen einen fortschreitenden neurodegenerativen Prozess. Bisher ist es nicht gelungen, sie durch pharmakologische Ansätze zu heilen oder kausal zu therapieren. Hierdurch treten präventive und nicht pharmakologische Ansätze in den Vordergrund. Die SRH Hochschule für Gesundheit hat nun das interprofessionelle SHIELD-Konsortium gegründet (supporting health: interprofessional evidence-based life-improving dementia approach). Unter Einbeziehung verschiedener Disziplinen (Ernährungstherapie und -beratung, Logopädie, Physiotherapie, Dental Hygienist) sollen für Betroffene individuell angepasste Präventions- und Behandlungsmethoden der Alzheimer-Erkrankung entwickelt werden. Im ersten Schritt konnte das Konsortium ein umfangreiches Review publizieren, das die bisherigen Interventionsmöglichkeiten zusammenfasst und einen interdisziplinären, synergistischen Ansatz für die Behandlung von Betroffenen vorschlägt. Neben ernährungstherapeutischen und ernährungsmedizinischen Ansätzen spielen auch körperliche Aktivität, kognitiv-kommunikative Interventionen sowie die Einbeziehung neuester Erkenntnisse z. B. aus der Zahnmedizin eine zentrale Rolle.

Quelle: Ablinger I, et al. 2022. Interdisciplinary approaches to deal with alzheimer’s disease—from bench to bedside: what feasible options do already exist today? Biomedicines 10: 11

Dieser Artikel ist erschienen in