Infolge körperlicher Aktivität treten im Gehirn zahlreiche biopositive Adaptationen auf – diese lassen sich sehr viel spezifischer auslösen als bisher gedacht. Dr. Jeffrey Kleim (Arizona State University, USA) stellte in seinem Vortrag Daten aus seinem Labor vor, die dies eindrucksvoll belegen: Während regelmäßiges Krafttraining schwerpunktmäßig zur Bildung neuer Synapsen im ZNS führt, stellt sich nach Ausdauertraining insbesondere eine Angiogenese im Kortex ein. Das Training koodinativer Fähigkeiten führt nach Angaben des Wissenschaftlers neben der Entstehung von Synapsen zu einer verbesserten Reorganisation und Verknüpfung der Hirnareale. Auch aus diesen Gründen sollte eine zu starke Fokussierung auf nur eine motorische Fähigkeit vermieden werden.