Seit Kurzem ist die Verordnung von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) möglich. Grundsätzlich ist der Einsatz von digitalen Innovationen als Ergänzung beziehungsweise Unterstützung im Therapieprozess zu begrüßen. Die aktuellen Entwicklungen zum Einsatz von Apps ohne physiotherapeutische Begleitung in der Praxis stimmen allerdings nachdenklich.

Aktuell beinhaltet das Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) fünf Apps, die verordnet werden können und deren Kosten von den Krankenkassen übernommen werden (1). Weitere Anwendungen befinden sich im Aufnahmeverfahren. Ende Oktober 2020 dokumentierte das BfArM 21 Anträge zur vorläufigen Aufnahme und damit Erprobung über zwölf Monate, 16 Anbieter beantragten die dauerhafte Aufnahme. Der Markt wächst also stetig. Aber ist das in dieser Form sinnvoll und medizinisch vertretbar?