Frau Mayer ist Büroangestellte und fährt täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Gestern musste sie dabei einem Hund ausweichen und stürzte. Sie verletzte sich stark am Knöchel, konnte nicht arbeiten und fällt voraussichtlich einige Wochen aus. Der Durchgangsarzt untersuchte sie, da es sich um einen Wegeunfall infolge einer versicherten Tätigkeit handelt.

Hintergrund

Ein Unfall, wie ihn Frau Mayer erlitten hat, ist ein Fall für die gesetzliche Unfallversicherung. Dabei müssen Durchgangsärzte (D-Ärzte) konsultiert werden: Sie haben besondere Erfahrungen und Zusatzqualifikationen für die Behandlung von Unfallverletzten (1) und entscheiden über die erforderliche Behandlung. Zudem überwachen sie den Prozess der Nachbehandlung und Rehabilitation (2).

Generell kommt die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) bei einem Wegeunfall oder bei Unfällen auf der Arbeit und bei Berufskrankheiten für den Fall auf (3). Die gesetzliche Grundlage der GUV bildet das Siebte Sozialgesetzbuch (SGB VII). Die Träger der GUV sind neben den Unfallkassen hauptsächlich die Berufsgenossenschaften (BG). Insgesamt gibt es neun BG, die nach Branchen gegliedert sind – zum Beispiel Metall, Bau, Handel, Transport, Verwaltung oder Gesundheits- und Wohlfahrtswesen. Betriebe und Unternehmen sind verbindliche Mitglieder in der für ihre Branche zuständigen BG. Die Aufgabe der GUV und damit der BG besteht nach § 1 Abs. 2 SGB VII darin, mit allen geeigneten Mitteln die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Verletzten wiederherzustellen und somit das bestehende Beschäftigungsverhältnis zu erhalten.