Australische Forscher führten zur Beantwortung dieser Frage eine systematische Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken bis Mai 2017 durch und inkludierten fünf randomisierte kontrollierte Studien mit einem geringen Verzerrungsrisiko. Darin wurden erwachsene Probanden mit Arthrose des Daumensattelgelenks (Rhizarthrose) mit uni- oder multimodaler Physiotherapie behandelt oder bekamen die übliche Standardversorgung, eine Placebomaßnahme oder Scheinbehandlung (Sham). Relevante klinische Outcomes waren Schmerz, Funktion und Kraft. Eine Meta-Analyse zeigte: Vier Wochen nach der Intervention verringerte multi- und unimodale Physiotherapie die Schmerzintensität auf einer zehnstufigen Skala um 2,9 beziehungsweise 3,1 Punkte (mittlere Differenz). Auch die Handfunktion verbesserte sich in beiden Behandlungsgruppen. Laut den Autoren spricht Evidenz von hoher Qualität dafür, dass uni- oder multimodale Physiotherapie bei Patienten mit Rhizarthrose zu einer Verbesserung der Handfunktion und Schmerzintensität führt.