Unsere Autorin ist Sportphysiotherapeutin und hat die Hockey-Nationalspielerin Charlotte Stapenhorst auf Olympia vorbereitet. Erst sah es nicht so aus, als ob die Profisportlerin überhaupt an den Spielen teilnehmen könnte. Ein Bericht über eine erfolgreiche Rehabilitation nach lang andauernden Rückenbeschwerden und einer zusätzlichen Gehirnerschütterung – mit Schwerpunkt Faszientherapie.

Ein Beitrag von Julia Boie

Der Traum

Charlotte „Stapy” Stapenhorst träumte seit ihrer frühesten Kindheit von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen. Im Alter von erst 20 Jahren begab sich die technisch starke, schnelle und torgefährliche Stürmerin vom Uhlenhorster HC (Hamburg) deshalb auf ihre „Road to Rio”.

Dieser Weg war lang, mitunter auch steinig. Mehr als 100 Lehrgangstage, gemeinsam mit ihren Teamkameradinnen, standen alleine im Jahr 2016 an; darüber hinaus mussten die Kaderathleten neben dem Vereinstraining zu Hause noch Extraschichten schieben. Insgesamt kamen sie dabei in einer durchschnittlichen Woche auf zwei bis drei Ausdauereinheiten, zwei bis drei Kraft- und Sprinteinheiten sowie zwei bis drei Hockeytrainingseinheiten.