Die Redewendung „auf Spurensuche sein“ kennen wir – im Kontext der Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms erhält sie eine ganz neue Bedeutung. Ein Gangtraining in Verbindung mit visuellen Markern hat sich als sehr effizient erwiesen. In einem anschaulichen Fallbeispiel wird die Cueing-Technik in Kombination mit Laufbandtraining erklärt.

Hintergrund

Gangstörungen gehören beim idiopathischen Parkinson-Syndrom (IPS) zu den Symptomen, die Betroffene am stärksten beeinträchtigen. Sie führen zu erheblichen Einschränkungen der Mobilität und Unabhängigkeit, erhöhen das Sturzrisiko und verursachen somit deutliche Einbußen in der Lebensqualität (1–3).

Das Gangbild bei IPS wird als hypokinetisch-rigide beschrieben (4). Es ist typischerweise charakterisiert durch eine verlangsamte Gehgeschwindigkeit, eine verkürzte Schrittlänge und eine erhöhte Schrittfrequenz. Bei einigen Patienten erschwert das Freezing-of-Gait-Phänomen das Gehen zusätzlich: Hierbei handelt es sich um das „Einfrieren“ von Bewegungen, insbesondere bei der Ganginitiierung (5).