Ein 82-jähriger Mann kommt wegen Schwindel und Gangunsicherheit mit Propulsion zur vestibulären Physiotherapie. In der Untersuchung zeigen sich auffällige vertikale Augenbewegungen. Bei der vertikalen optokinetischen Stimulation nach unten tritt seine typische Propulsion auf. Mit speziellem Training und Heimübungen ist der Patient nach wenigen Sitzungen symptomfrei und sicher unterwegs.

Die optokinetische Stimulation ist als Therapieform seit vielen Jahren bekannt. Sie wird bei vestibulären Erkrankungen, Gehirnerschütterung, Neglekt, Bewegungskrankheit und beim Mal de Débarquement eingesetzt. Das Training erfolgt unbedingt bei Auffälligkeiten von optokinetischen Tests (siehe Lesetipp). Es ist wichtig zu wissen, dass die Epilepsie eine Kontraindikation für eine optokinetische Stimulation darstellt. Die optokinetische Stimulation ist indiziert, wenn Schwindel bei folgenden Situationen auftritt: