Eine der häufigsten und gravierendsten Sportverletzungen im Kniegelenk ist die Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Bei starker Instabilität, Begleitverletzungen oder einem erhöhten Aktivitätsniveau der Patienten ist die operative Therapie induziert. Dabei stellt sich dem Patienten und dem Arzt unweigerlich die Frage: Welches Transplantat ist das geeignetste?

Zwei Transplantate werden häufig verwendet: zum einen das körpereigene Material, das „Autograft“ – im deutschsprachigen Raum wird zumeist dieser Typ eingesetzt. Es besteht überwiegend aus den Sehnen der Semigruppe oder aus Teilen des Lig. patellae. Zum anderen kommen körperfremde „Spender“, sogenannte „Allografts“, zum Einsatz. Diese erfreuen sich vor allem in den USA großer Beliebtheit: Dort werden überwiegend die Achilles- und Patelllasehnen Verstorbener als „Spender“ eingesetzt.