[jr] Zum Schutz vor Infektionen ist die Handhygiene besonders wichtig – nicht nur in Zeiten von Corona, sondern auch bei Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem, wie zum Beispiel chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie COPD oder Multipler Sklerose. Forscher untersuchten im Rahmen einer Multizentrenstudie Methoden zur Handtrocknung und untersuchten die Verteilung von Krankheitserregern in drei Kliniken dreier verschiedener Länder. Verglichen wurde das Trocknen mit Papiertüchern im Vergleich zum Einsatz von elektrischen Lufttrocknern. In drei teilnehmenden Kliniken in Großbritannien, Frankreich und Italien wurden über einen Zeitraum von 12 Wochen zu insgesamt 120 Zeitpunkten Proben genommen und analysiert. Die Bakterienproben wurden aus der Luft, verschiedenen Oberflächen und Staub entnommen. Zusätzlich wurde bestimmt, wie viele Menschen (Patienten, Besucher oder Mitarbeiter) die Waschräume nutzten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Ausstattung von Waschräumen mit Papierhandtüchern vorteilhaft für die Hygiene sein kann. In Waschräumen mit Papiertrocknern wurden typischerweise deutlich weniger Bakterien auf den Spendern, Böden oder in der Luft gefunden als beim Einsatz von elektrischen Lufttrocknern. Dementsprechend sollte vor allem in Krankenhäusern – neben der Handhygiene – auch vermehrt auf die Trockenmethode geachtet werden. 

Quelle: Best E, et al. 2018. Environmental contamination by bacteria in hospital washrooms according to hand-drying method: a multi-centre study. J Hosp Infect. 2018;100(4):469-475