Die Effektivität der postoperativen Rehabilitation nach Bandscheibenvorfall im Bezug zur Arbeitsfähigkeit stand im Mittelpunkt dieser dänischen Studie. Die Wissenschaftler knüpften an Ergebnisse einer vorherigen randomisierten kontrollierten Studie an. Darin hatten 146 Patienten entweder eine betreute Rehabilitation (Rehagruppe) oder nur ein häusliches Übungsprogramm (Übungsgruppe) erhalten. In dieser sekundären Analyse wurden nun die damit verbundenen Krankheitstage nach der Operation, die Arbeitsfähigkeit und der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Berufstätigkeit mit Fragebögen ermittelt. Die Patienten waren zwischen 18 und 65 Jahren alt. Zu den Ausschlusskriterien gehörten unter anderem: vorherige Operationen an der Wirbelsäule, psychiatrische oder bösartige Erkrankungen sowie chronische unspezifische Schmerzzustände, wie zum Beispiel Fibromyalgie. Nach der Operation hatten alle die Standardversorgung in der Akutklinik erhalten. Zur Entlassung informierte sie ein Physiotherapeut über die weitere Rehabilitation und leitete sie zu Übungen in den nächsten vier Wochen an. Zudem erhielten sie eine Informationsbroschüre zum Bandscheibenvorfall und die Empfehlung, die Arbeitstätigkeit schnellstmöglich wieder aufzunehmen (Schreibtischberufe sechste bis achte und körperliche Arbeit zwölfte Woche post-OP). Im Studienverlauf wechselten 14 Patienten in die Rehagruppe und sieben Teilnehmer in die Übungsgruppe.