Nach der Bauchdeckenstraffung weisen viele Patienten eine eingeschränkte Atemfunktion und erhöhten intraabdominalen Druck auf. Prä- und postoperativ werden Atemübungen bei verschiedenen chirurgischen Eingriffen am Bauch durchgeführt. Brasilianische Forscher untersuchten nun, ob die präoperative Atemtherapie auch im Zusammenhang mit einer Bauchdeckenstraffung wirksam ist. Die Interventionsgruppe mit 15 Patienten führte eine Woche vor der Operation täglich verschiedene Maßnahmen durch: Übungen mit dem Atemtrainer (Incentive-Spirometer), Zwerchfellatmung sowie Techniken zur Verbesserung von Aus- und Einatmung (gebremste Ausatmung und lange, maximale Einatmung). Dreimal leitete ein Physiotherapeut die Übungen an, die restlichen Male erfolgten als Selbstübungen in drei Serien mit jeweils 20 Wiederholungen. Die 18 Probanden der Kontrollgruppe erhielten keine präoperative Atemtherapie. Die Messwerte von Spirometrie und intraabdominellem Druck wurden zwischen den Gruppen verglichen. Bezüglich der Spirometrie unterschieden sich die beiden Gruppen nicht signifikant. Allerdings hatten die Patienten der Interventionsgruppe bei Operationsbeginn und zu allen weiteren Messzeitpunkten deutlich geringere intraabdominelle Druckwerte.