33 Patienten über 18 Jahre mit benignem paroxysmalen Lagerungsschwindel (BPPV) nahmen an dieser brasilianischen Studie teil. Bei allen traten während des Dix-Hallpike-Tests oder des Rolltests Schwindel und positioneller Nystagmus auf. Ausschlusskriterien dieser prospektiven, randomisierten, kontrollierten klinischen Studie waren zentrale und periphere vestibuläre Störungen, ein negativer Dix-Hallpike- oder Rolltest, die Einnahme von vestibulär supprimierenden Medikamenten sowie motorische, visuelle oder kognitive Einschränkungen. Die Patienten wurden zufällig auf zwei Gruppen verteilt: Die Kontrollgruppe (n = 15) wurde konventionell mit Repositions- beziehungsweise Befreiungsmanövern behandelt, die Interventionsgruppe (n = 17) führte zusätzlich zu den Manövern vestibuläre Rehabilitationsübungen aus. Die Patienten mussten sich einer otoneurologischen Untersuchung unterziehen, bestehend aus Tests der Okulomotorik sowie des statischen und dynamischen Gleichgewichts. Zudem füllten sie den Fragebogen Dizziness Handicap Inventory (DHI) und eine Visuelle Analogskala (VAS) aus und wurden mittels Dix-Hallpike-Test und Rolltest untersucht. Basierend auf dieser Einschätzung wurde je nach betroffenem Bogengang und Mechanismus ein individueller Behandlungsplan aufgestellt. Die Teilnehmer konnten jeweils mit dem Epley-Manöver, dem Semont-Manöver und dem Barbecue-Manöver („log-rolling“) behandelt werden. Die Zahl der Repositionsmanöver wurde individuell bestimmt, maximal erfolgten zwei Wiederholungen desselben Manövers pro Therapieeinheit. Die Manöver wurden nicht mehr angewendet, sobald kein Schwindel oder positioneller Nystagmus mehr auszulösen war. Alle Teilnehmer der Interventionsgruppe führten in insgesamt fünf Therapiesitzungen folgende Übungen nach dem modifizierten Protokoll von Cawthorne und Cooksey durch: