Die deutsche Physiotherapie ist ohne Manuelle Therapie kaum vorstellbar: Sie nimmt einen großen Stellenwert in der praktischen Arbeit vieler Therapeuten ein. Außerdem gibt es noch die Orthopädische Manuelle Therapie. Was haben diese beiden Behandlungsformen gemeinsam, wie unterscheiden sie sich? Antworten darauf finden Sie im Beitrag.

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OMT

Die Orthopädische Manuelle Therapie (OMT) ist eine Spezialisierung innerhalb der Manuellen Therapie (MT), die sich an die Weiterbildung anfügen lässt. Die Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsansätzen sind in Tabelle 1 dargestellt. Sie verdeutlicht die erhöhte Anzahl an Unterrichtseinheiten, die in der OMT zuzüglich der Wissensbasis aus der MT erteilt werden. Sie erweitert den Blick auf Bezugswissenschaften zur MT; außerdem haben Lernende die Möglichkeit, ihre passiven Techniken, inklusive Manipulationstechniken, zu verbessern. Einen großen Teil der OMT-Weiterbildung macht das Clinical Reasoning aus: Dazu gehört die Identifikation des Therapeuten als Problemlöser und als reflektierender Praktiker, der sich um eine klientenzentrierte Kommunikation bemüht. Während der ganzen Weiterbildung wird im Clinical Mentoring die Untersuchungssituation an Patienten geübt. Auch in der Abschlussprüfung wird ein Patient untersucht und behandelt, darüber hinaus wird eine wissenschaftliche Abschlussarbeit geschrieben.