Erinnern Sie sich noch an die französische Zeichentrickserie „Es war einmal … das Leben“ aus den 80er-Jahren? In diesen Filmen wurden die Vorgänge im menschlichen Körper anschaulich für Kinder dargestellt und Leukozyten jagten zum Beispiel als aufmerksame Polizisten unerwünschte Eindringlinge. Die Macher dieser Serie hätten die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung sicher auch wunderbar in Szene gesetzt.

Inaktivität macht krank

Bereits kurzzeitige körperliche Inaktivität wirkt sich nachteilig auf den Stoffwechsel aus. So verringert sich beispielsweise die Sensitivität für Insulin und die Fettverdauung nach Mahlzeiten funktioniert schlechter. Dies begünstigt die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 oder Krebs. Die Wirksamkeit von körperlicher Aktivität in diesem Zusammenhang ist bekannt: Fettleibigkeit wird bekämpft, die kardiorespiratorische Fitness erhöht und Muskelmasse bleibt erhalten. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass während körperlicher Aktivität auch Proteine aus der kontrahierenden Muskulatur freigesetzt werden, die den Metabolismus anderer Organsysteme verändern. Diese Proteine werden Myokine genannt und sind hormonähnliche Botenstoffe.