Mittlerweile ist bekannt, dass Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie etwa Diabetes mellitus Typ 2 oder chronischen nichtspezifischen Rückenschmerzen von Bewegung profitieren. Trotzdem erreichen viele Betroffene die nationalen Empfehlungen für Bewegung nicht. Auch mit einer chronischen Erkrankung können die meisten rund 2,5 Stunden pro Woche eine aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität ausüben, zum Beispiel Walken oder Schwimmen. Therapeuten haben während der medizinischen Rehabilitation die Möglichkeit, Personen mit einer chronischen Erkrankung auch langfristig an einen körperlich aktiven Lebensstil zu binden.

Das Potenzial regelmäßiger Bewegung

Chronische nicht übertragbare Erkrankungen wie chronische nichtspezifische Rückenschmerzen, ischämische Herzerkrankung, Lungen- und Brustkrebs, Schlaganfall, Depressionen, Diabetes mellitus Typ 2 oder chronische Atemwegserkrankungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität (1). Aufgrund der vielfältigen physischen wie psychischen Wirkungen können gerade Bewegung und körperliches Training für Personen mit einer chronischen Erkrankung einen relevanten Beitrag zum Erhalt oder der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit und Lebensqualität leisten. Für mehr als 25 chronische Krankheiten sind die positiven Wirkungen körperlicher Aktivität wissenschaftlich mit hohem Evidenzgrad nachgewiesen (1).