Die positiven Auswirkungen von Bewegung sind längst bekannt – ebenso wie die Tatsache, dass Inaktivität ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen ist. Trotzdem sind die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ oft unbekannt. Wer rund 2,5 Stunden pro Woche eine aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität ausübt, zum Beispiel Walken oder Schwimmen, macht es richtig. Und jetzt Hand aufs Herz: Erfüllen Sie als Therapeut und Vorbild diese Kriterien?

Risikofaktor Bewegungsmangel

Regelmäßige Bewegung und Sport erzeugen vielfältige positive Wirkungen auf die physische wie psychische Gesundheit (1, 2). Gleichzeitig ist Bewegungsmangel einer der größten Risikofaktoren für frühzeitigen Tod (3) und eine Vielzahl chronischer, nicht übertragbarer Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzkrankheit oder Krebs (1). Trotzdem wird in Deutschland nur etwa jede vierte Person in der erwachsenen Bevölkerung (23 Prozent) als ausreichend körperlich aktiv eingeschätzt (4). Die Förderung eines körperlich aktiven Lebensstils stellt somit eine bedeutsame Herausforderung dar. Hierfür werden effektive Maßnahmen zur Bewegungsförderung benötigt. Zielgerichtete und wissenschaftliche begründete Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung sind ein wichtiger Baustein für die Initiierung und Umsetzung solcher Maßnahmen der gesundheitsbezogenen Bewegungsförderung (5).