Patienten mit chronischen Rückenschmerzen werden oftmals entsprechend der Leitlinien multimodal behandelt. In schmerzhaften Phasen sind ihre Bewegungen in Flexion, Extension, Rotation und Lateralflexion häufig limitiert. Auffällig ist jedoch, dass sie auch in schmerzfreien Intervallen Bewegungsdysfunktionen in Flexion und Extension zeigen. Der Autor beschreibt Ihnen dazu die Hintergründe und Zusammenhänge.

In Physiotherapiepraxen werden viele Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (CLBP) behandelt. Diese weisen rezidivierende Verläufe mit schmerzfreien Intervallen auf (1). Da sich die Therapie chronischer Schmerzen häufig als komplex erweist, ist es hilfreich, erweiterte Denkmodelle im Clinical-Reasoning-Prozess zu verwenden. Sueki et al. (2) schlagen mit ihrem Regional-Interdependence-Modell vor, andere Körperbereiche oder Dysfunktionen, welche direkt oder indirekt mit den Beschwerden des Patienten zusammenhängen, in die Überlegungen miteinzubeziehen.