Brustkrebs ist eine der häufigsten onkologischen Erkrankungen weltweit. Experten prognostizieren einen Anstieg der Fälle um 47 Prozent von 2018 bis 2040. Zu den Risikofaktoren gehören Adipositas, wenig Kinder beziehungsweise Kinder erst im späteren Alter, kein Stillen sowie ein geringes Aktivitätslevel. Brustkrebs-Überlebende leiden häufig unter einer reduzierten Lebensqualität. Langfristige Probleme sind unter anderem Fatigue, Schmerzen, kognitive Einschränkungen, Depressionen und Schlafstörungen mit negativen Auswirkungen auf Arbeitsfähigkeit und Aktivitäten des täglichen Lebens. Experten sind sich darüber einig, dass körperliche Aktivität Symptome und Nebenwirkungen reduzieren kann – vor allem dann, wenn das Training mehr als 150 Minuten pro Woche dauert, von moderater Intensität ist und verschiedene Übungen beinhaltet. Obwohl die Evidenzlage zu den positiven Effekten bereits sehr gut ist, wissen Forscher noch wenig über die Kosteneffektivität der Maßnahmen. Bisherige Studien betrachteten nur den kurzfristigen ökonomischen Nutzen und die Ergebnisse waren nicht eindeutig. Forscher aus Australien beschäftigen sich daher in ihrer aktuellen Studie mit der langfristigen Kosteneffektivität über einen Zeitraum von acht Jahren.