Onkologie

Übungen sind eine wichtige Ergänzung im Rahmen der primären Therapie bei Brustkrebs. Trotzdem ist bisher wenig bekannt über die richtige Dosierung eines Krafttrainings. Daher untersuchten Forscher im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit mit Metaanalyse, welches Volumen und welche Intensität ein Training für Patientinnen mit Brustkrebs haben sollte. Sie recherchierten bis November 2019 in wissenschaftlichen Datenbanken nach geeigneten experimentellen Studien zu dieser Fragestellung. Im Fokus der Auswertung standen die Bestandteile der Krafttrainingsprogramme sowie die durchschnittlichen und wöchentlich zu erreichenden Veränderungen. Von Interesse waren dabei die Kraft der oberen und untere Extremität sowie Messungen der Körperzusammensetzung. Die Forscher schlossen zehn Studien in die Analyse ein. Vier der Publikationen lieferten Daten für die Auswertung der Dosis-Wirkungs-Beziehung. Das wöchentlich verschriebene Trainingsvolumen wies einen umgekehrten Zusammenhang mit der Kraftsteigerung auf. Daher schlussfolgern die Forscher, dass ein Krafttraining mit geringerem Volumen geeigneter für diese Patientinnen ist, als ein Training mit größerem Umfang. Der niedrig dosierte Ansatz erlaubt dabei eine graduelle Progression und Modifikation.