Diese Frage wurde in einer multizentrischen, kontrollierten Studie aus Südkorea untersucht. 356 Patienten mit Brustkrebs erhielten entweder Edukation (Kontrollgruppe) oder die Intervention „Smart After-Care“ (Experimentalgruppe), die eine Smartphone-App und einen Schrittzähler beinhaltete. Zu Studienbeginn und nach zwölf Wochen wurde die körperliche Aktivität mit dem Fragebogen International Physical Activity Questionnaire-Short Form (IPAQ-SF) gemessen.

Anfangs betrug die körperliche Aktivität durchschnittlich 2315,5 ± 3513,2 MET (Metabolisches Äquivalent) Minuten pro Woche; 17,4 Prozent der Studienteilnehmer waren in einem gesundheitsrelevanten Maße körperlich aktiv, 33 Prozent waren inaktiv. Dies war auch vom Krebsstadium abhängig: Die schwerer betroffenen Patienten waren weniger körperlich aktiv als diejenigen mit Stadium null. Nach der App-Intervention war die Aktivität auf durchschnittlich 3466,2 ± 4712,5 MET Minuten pro Woche gestiegen. 15,3 Prozent der Patienten waren noch inaktiv und der Anteil der gesundheitsrelevant Aktiven erhöhte sich auf 34,2 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, die körperliche Aktivität zu erhöhen, war bei den Teilnehmern mit vorangeschrittener Krebserkrankung dreimal so hoch wie bei den übrigen Probanden. Die Experimentalintervention war über 60 Prozent effektiver zur Verbesserung der körperlichen Aktivität als die Kontrollintervention.