Eine durch Chemotherapie bedingte periphere Neuropathie kann die Lebensqualität Betroffener auch noch nach Ende der Behandlung einschränken und erhöht das Sturzrisiko. Forscher aus Kiel untersuchten daher in ihrer randomisierten kontrollierten Studie, ob ein spezifisches Training empfehlenswert ist. Dazu teilten sie 36 Frauen mit Mammakarzinom, die eine Chemotherapie mit dem Wirkstoff Paclitaxel erhalten hatten, zufällig in zwei Gruppen auf: eine Interventionsgruppe (n = 17) mit sensomotorischem Training und eine Kontrollgruppe (n = 19). Die Probandinnen der Interventionsgruppe zeigten eine bessere posturografisch gemessene Stabilität im Ein- und Zweibeinstand und erzielten signifikant bessere Werte in der Fullerton Advanced Balance Scale. Krafttraining bei mittleren Intensitäten verhinderte zusätzlich einen Kraftverlust, welcher bei der Kontrollgruppe vorhanden war.