Karsten hat Chorea Huntington und nahm an der internationalen PACE-HD-Studie teil, in der Effekte von verschiedener körperlicher Aktivität untersucht wurden. In einem kurzen Erfahrungsbericht im Huntington-Kurier motivierte er anschließend andere Leser zur regelmäßigen Bewegung. Seit er in der Studie Unterstützung zur körperlichen Aktivität erhalten habe, laufe er wieder und habe weniger körperliche Beschwerden. Sein Fazit lautet: „Bewegung macht Spaß“.

Erbkrankheit Chorea Huntington

Chorea Huntington ist eine autosomal-dominant vererbte, degenerative Erkrankung mit einer Prävalenz von 6-13 pro100.000 Personen (1). Die Symptome der Erkrankungen setzen typischerweise im mittleren Lebensalter ein und beinhalten Einschränkungen innerhalb der Motorik, der Kognition und des Verhaltens. Der degenerative Verlauf führt innerhalb von 15-30 Jahren zu einem vollständigen Verlust der Selbstständigkeit mit hoher Pflegebedürftigkeit über einen Zeitraum von durchschnittlich mehr als zehn Jahren (2). Trotz aktuell großer Hoffnung durch die klinische Prüfung des Wirkstoffs IONIS-HTTRXa , welcher das Huntington-Gen „stummschalten“ soll, gibt es bis heute keine Therapie, welche das Voranschreiten dieser Erkrankung aufhalten kann. Alle gegenwärtigen Therapien sind symptomatisch, um beispielsweise Depressionen oder Irritabilitäten zu behandeln oder die Motorik bis zu einem gewissen Grad zu verbessern.