Belgische Wissenschaftler untersuchten in einer randomisierten kontrollierten Studie Personen mit chronischen unspezifischen Kreuzschmerzen (chronic nonspecific low back pain – CNSLBP) und verglichen hochintensives (HighIntensityTraining – HIT) mit moderat intensivem Training (Moderate-Intensity-Training – MIT). Einschlusskriterien waren ein Alter zwischen 25 und 60 Jahren und seit mindestens zwölf Wochen CNSLBP mit oder ohne Ausstrahlungen in die Beine. Ausschlusskriterien waren unter anderem eine Wirbelsäulenfusion in der Vorgeschichte, weitere muskuloskelettale Störungen, welche die Übungsausführung stören könnten, oder weitere Co-Morbiditäten, wie zum Beispiel Rheumatoide Arthritis. 38 Patienten mit einem mittleren Alter von rund 44 Jahren wurden zufällig auf zwei Gruppen verteilt. Die Interventionsgruppe (n = 19) führte HIT durch, die Kontrollgruppe (n = 19) absolvierte MIT. Beide Trainingsprogramme liefen über zwölf Wochen (24 Einheiten, 1,5 Stunden pro Einheit, zweimal wöchentlich) und wurden von einem Physiotherapeuten betreut. Primäre und sekundäre Zielgrößen evaluierten die Forscher jeweils vor Beginn und nach Abschluss des Trainingsprogrammes. Primäre klinische Zielgröße war die Beeinträchtigung (Modified Oswestry Disability Index – MODI), sekundäre Zielgrößen waren Schmerzintensität (Numerische Ratingskala), Funktion (Patient-Specific Functioning Scale – PSFS), Übungskapazität mittels eines Belastungstests auf einem Fahrradergometer und Muskelkraft der Rumpfbeuger beziehungsweise -strecker (isokinetische Kraftmessung).