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Belgische Forscher werteten die Daten von 273 Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen aus, die an einem ambulanten, multimodalen Reha-Programm teilgenommen hatten. Betrug die Teilnahmequote am Programm 70 Prozent oder mehr, galt das Verhalten der Patienten als therapiekonform. Die Wissenschaftler definierten die erfolgreiche Reha als eine Verbesserung um mindestens 30 Prozent in der visuellen analogen Schmerzskala und dem Oswestry Disability Index. Die Wahrscheinlichkeit, die Rehabilitation komplett zu absolvieren, war höher bei älteren Personen mit ausgeprägterer Bewegungsangst (Kinesiophobie). Weniger therapiekonform verhielten sich Teilnehmer mit niedrigem Bildungsstand und Rückenschmerzen, die nicht durch eine insuffiziente Haltung begründet waren. Der Therapieerfolg war größer, wenn es eine klare Ursache für die Kreuzschmerzen gab und diese erst seit Kurzem bestanden. Auch die Abwesenheit von Ausstrahlungen in die Beine und von Einschlafproblemen wirkte sich günstig aus, wie auch kürzere Fehlzeiten in der Arbeit, verglichen mit langen Krankschreibungen.