Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2022

Chronische Kreuzschmerzen: Welche Interventionen haben den größten Einfluss auf die kognitive Beurteilung der Symptome?

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Das Forschungsteam führte eine Sekundäranalyse der Studie Back to Health durch. Diese Arbeit hatte gezeigt, dass Yoga gegenüber der Physiotherapie nicht unterlegen ist, wenn es um Schmerzreduktion und funktionelle Outcomes bei Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen geht. Die Probanden waren zufällig einer von drei Gruppen zugeteilt (Yoga, Physiotherapie oder Edukation). Die Interventionen dauerten jeweils zwölf Wochen.

Im Rahmen dieser Analyse evaluierte das Team nun die Effekte der verschiedenen Übungsinterventionen auf die kognitive Beurteilung bei 320 Patienten aus schwachen Einkommensverhältnissen. Die Beurteilung der Patienten erfolgte mittels Pain Self-Efficacy Questionnaire (PSEQ), Coping Strategies Questionnaire (CSQ) und Fear Avoidance Beliefs Questionnaire (FABQ).

Alle Gruppen zeigten nach zwölf Wochen Verbesserungen im PSEQ, wobei nur Yoga und Physiotherapie im Vorher-Nachher-Vergleich klinisch relevante Verbesserungen erzielten. Nach zwölf Wochen verbesserte sich auch die Katastrophisierung bei diesen beiden Gruppen am stärksten. Die Veränderungen im FABQ waren nur klein. Zwischen den Gruppen gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede bei PSEQ, CSQ oder FABQ – egal zu welchem Zeitpunkt. Viele der Veränderungen nach zwölf Wochen waren auch nach 52 Wochen noch vorhanden.

Quelle: Marshall A, et al. 2021. Changes in pain self-efficacy, coping skills and fear avoidance beliefs in a randomized controlled trial of yoga, physical therapy and education for chronic low back pain. Pain Med. Oct 26 [Online]

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi34698869

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Erschienen am 11. Januar 2022