Orthopädie

Ziel dieser Sekundäranalyse einer randomisierten kontrollierten Studie war es, die Charakteristika von 299 Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen anhand dreier nicht-pharmakologischer Interventionsmethoden (Yoga, Physiotherapie, Selbstfürsorge-Buch) zu identifizieren, welche eine Reaktion (zum Beispiel klinisch wichtige Verbesserung) prognostizierten und/oder den Behandlungseffekt modifizierten. Bei einer 30-prozentigen Verbesserung im Roland Morris Disability Questionnaire gingen die Forscher von einer positiven Reaktion aus. Untersucht wurden: 1. Yoga oder Physiotherapie versus Selbstfürsorge und 2. Yoga versus Physiotherapie. 39 Prozent der Studienteilnehmer sprachen auf die Behandlung an (Yoga- oder PT-Gruppe: 42 Prozent, Selbstfürsorge-Gruppe: 23 Prozent). Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um Yoga oder Physiotherapie handelte. Prädiktoren für eine positive Reaktion auf die Behandlung waren ein höherer Schulabschluss als Highschool, ein höheres Einkommen, die Ausübung eines Berufes, wenig depressive Symptome, niedrigeres Stresslevel, weniger arbeitsbezogenes Angst-Vermeidungsverhalten, hohe Schmerz-Selbstwirksamkeit und Nichtraucherstatus. Modifzierend wirkten unter anderem die Einnahme von Schmerzmitteln und das Angst-Vermeidungsverhalten in Bezug auf körperliche Aktivität.