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Kaum, so das Fazit dieses systematischen Literaturreviews bis Mai 2019. Die Autoren untersuchten die Ein- und Ausschlusskriterien in Interventionsstudien mit Übungstherapie für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Asthma bronchiale oder interstitiellen Lungenerkrankungen. Sie interessierten sich dafür, ob die Studien kardiovaskuläre Co-Morbiditäten berücksichtigten und ob der Effekt von Training auf kardiovaskuläre klinische Zielgrößen gemessen wurde. Die Mehrzahl der Studien (rund 59 Prozent) schloss Patienten aus, die neben ihrer Lungenerkrankung auch noch kardiovaskulär belastet waren. 26 von 42 Studien berichteten über kardiovaskuläre Zielgrößen, meistens über die Ruheherzfrequenz. Diese verbesserte sich geringfügig bei COPD-Patienten durch Training. Eine Anpassung der Trainingsinterventionen an kardiovaskuläre Nebenerkrankungen wurde nicht beschrieben. Künftige Studien sollten spezifische Übungsinterventionen für diese Patientenklientel untersuchen, um eine belastbare Aussage über den Effekt von Training machen zu können.