Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2021

Chronische Nackenschmerzen: Ist zusätzliche manuelle Therapie von Vorteil?

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Die vorliegende Studie untersuchte, ob zusätzliche manuelle Therapie mit translatorischen Mobilisationen in der oberen Halswirbelsäule oder eine inhibitorische subokzipitale Technik die Symptome und Funktionsfähigkeit bei Patienten mit chronischen Nackenschmerzen verbessern kann. 78 Patienten wurden zufällig auf drei Gruppen verteilt: translatorische Mobilisation, inhibitorische subokzipitale Technik und Kontrollgruppe (KG). Alle Patienten führten 15 Physiotherapieeinheiten über einen Zeitraum von drei Wochen durch. Die beiden Interventionsgruppen erhielten jeweils zusätzlich fünf Minuten der entsprechenden Technik bei sechs der 15 Einheiten. Die Werte des Neck Disability Index (NDI) und der numerischen Schmerzskala für Nackenschmerzen wurden jeweils zu Studienbeginn, nach drei Wochen und zum Follow-up nach 15 Wochen dokumentiert.

Beide Formen der Mobilisierung waren nach drei Wochen mit einer reduzierten Beeinträchtigung assoziiert. Bei der Gruppe mit translatorischer Mobilisation war der Effekt nach 15 Wochen stärker ausgeprägt als bei der KG. Die Forscher konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Mobilisierungsgruppen beobachten.

Quelle: Gonzales-Rueda V, et al. 2020. Short- and mid-term effects of adding upper cervical manual therapy to a conventional physical therapy program in patients with chronic mechanical neck pain. Randomized controlled clinical trial. Clin. Rehabil. Oct 19 [Epub ahead of print]

Link zum Abstract:pt.rpv.media/ncbi33076707

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021