Doreen Richter

Die Schwedin Maria Landén Ludvigsson ist für ihre Forschungen zu Beschwerden nach einem Schleudertrauma (Whiplash-Associated Disorders – WAD) bekannt. In ihrer aktuellen Studie analysierte sie mit Kollegen die Effektivität von zwei verschiedenen Übungsprogrammen hinsichtlich Verbesserungen der Lebensqualität von 216 Patienten mit chronischen WAD Grad zwei und drei. Die Studie ist eine Sekundäranalyse einer bereits publizierten randomisierten kontrollierten Studie. Im Zeitraum von zwölf Wochen führten die Patienten unter physiotherapeutischer Supervision nackenspezifische Übungen mit oder ohne verhaltenstherapeutischen Ansatz durch. Die Kontrollgruppe erhielt lediglich eine Empfehlung zur Verbesserung der körperlichen Aktivität. Die Patienten wurden vor und nach der Intervention sowie nach zwölf Monaten hinsichtlich ihrer Lebensqualität (EQ-5D 3L / EQ-VAS, SF-36v2) sowie verschiedenen nackenspezifischen und psychosozialen Messparametern untersucht, zum Beispiel Neck Disability Index (NDI), Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS), Pain Catastrophizing Scale (PCS) und Tampa Scale of Kinesiophobia (TSK). Zusätzlich analysierte die Forschergruppe nach Ende der Interventionen, welche konkreten Faktoren die gesundheitsbezogene Lebensqualität positiv beeinflusst hatten.