Auch für interessant befunden: Chirurgie / Orthopädie

Dieser systematische Literaturreview fasst Studien aus fünf elektronischen Datenbanken bis Februar 2019 zusammen. Eingeschlossen wurden Studien, die Tai-Chi, Qigong und Yoga mit einer inaktiven Kontrollgruppe oder anderen aktiven Interventionen verglichen, wie zum Beispiel Rumpfmuskeltraining. Outcomes waren unter anderem Schmerzintensität und Grad der Behinderung. Die Forscher inkludierten 17 kontrollierte, randomisierte Studien, die Studienqualität lag zwischen sechs und neun auf der PEDro-Skala. Tai-Chi und Co. verringerten die Schmerzintensität mehr als andere aktive Interventionen. Im Vergleich zu den inaktiven Kontrollgruppen reduzierten sich sowohl Schmerzen als auch das Ausmaß der Behinderung. Bei Yoga wurden in fünf Studien unerwünschte Nebenwirkungen beschrieben (zum Beispiel Schmerzverstärkung). Besonders zu empfehlen sei Tai-Chi: Es war den anderen Interventionen signifikant überlegen im Hinblick auf das Schmerzmanagement. Die Autoren befürworten daher vor allem Tai-Chi und Qigong in der Behandlung von chronischen unspezifischen Kreuzschmerzen.