Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine kardiovaskuläre Erkrankung, welche die Mobilität der Betroffenen aufgrund der Schmerzen beim Gehen erheblich einschränkt. Aus der bisherigen Forschung ist bekannt, dass angeleitete Übungsprogramme eine effektive Maßnahme sind – allerdings scheinen Frauen weniger davon zu profitieren. Deshalb untersuchten die Autoren mit dieser Studie rückwirkend die Ergebnisse eines Heimübungsprogrammes: Sie wollten wissen, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. In die Analyse wurden Patienten mit seit mindestens drei Monaten stabiler pAVK im Stadium zwei (Leriche-Fontaine-Klassifikation) eingeschlossen, die zwischen 2003 und 2016 ein Heimübungsprogramm durchgeführt hatten, angeleitet in einer Klinik in Ferrara, Italien. Es beinhaltete zweimal täglich zehnminütiges schmerzfreies Gehen mit progressiv zunehmender Gehgeschwindigkeit (sechsmal pro Woche). Anfangs erfolgten monatliche Kontrolltermine in der Klinik. Ergebnisparameter waren die Schmerzschwelle bezogen auf die Gehgeschwindigkeit, die maximale Geschwindigkeit auf dem Laufband, die maximale schmerzfreie Gehstrecke und der Sechs-Minuten-Gehtest (6MWT). Zudem wurden der Ankle Brachial Index (ABI), die Programmdauer und die Therapietreue erfasst. Sobald die Patienten eine mit Gesunden vergleichbare schmerzfreie Gehstrecke erzielten, endete das Übungsprogramm.