Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) leiden unter Atemnot und eingeschränkter Übungskapazität. Die körperlichen Einschränkungen und die gesundheitsbezogene Lebensqualität können entweder vom Patienten selbst angegeben oder mit Bewegungstests erfasst werden. In den bekannten Datenbanken recherchierten britische Wissenschaftler bis September 2016 nach englischsprachigen Studien, die einen Zusammenhang von Bewegungstests, wahrgenommenen Atembeschwerden und Lebensqualität der Patienten untersuchten. Von 3.205 erzielten Treffern erfüllten 28 Studien die Einschlusskriterien. Der Sechs-Minuten-Gehtest (6MWT) war der am meisten verwendete Bewegungstest. Häufig eingesetzte patientenzentrierte Assessments waren das St. George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ – wahrgenommene Symptome und deren Einfluss auf Aktivität und Gesundheit von Patienten mit COPD oder Asthma) und der Baseline Dyspnea Index (BDI – subjektive Atemnot). Der BDI stand in moderatem bis starkem Zusammenhang (Pearson) mit dem 6MWT. Das SGRQ korrelierte (Pearson) sehr schwach bis moderat mit dem 6MWT. Bei besserer Gesundheit nahm die Gehstrecke im 6MWT zu, während sich der Punktwert im SGRQ verringerte. Andere Tests wurden deutlich seltener verwendet, insgesamt waren die Studien heterogen.